Must have im mediterranen Garten – Wasser

Gestaltung mit WasserMediterrane Gärten verbreiten auch in nördlichen Gefilden ein ganz eigenes Flair. Zarte Farben, würzige Düfte und filigrane Dekoelemente verleihen einem Garten im Stil des Mittelmeerraums eine beschwingte Leichtigkeit, die Erinnerungen an schöne Urlaubstage in der Sonne, an Strand und Meer hervorruft. Natürlich gehört auch das Spiel mit dem Wasser zu einer solchen Gartengestaltung. Springbrunnen, Wassersäulen oder ein Schwimmteich machen den Garten zur perfekten Naherholungszone hinter dem Haus.

Einflüsse der maurischen Kultur auf mediterrane Gärten

Die Gärten des Mittelmeerraums vereinen die Einflüsse der südlichen Länder Europas mit afrikanischen Elementen, die einst die Mauren aus Nordafrika mitbrachten. Wasser war für die Menschen aus den trockenen Landstrichen etwas ganz besonders. Sie gestalteten ihre Gärten mit vielen Wasserspielen, Brunnen oder Teichen, in denen sich Fische tummelten und die Menschen sich bei großer Hitze etwas Abkühlung verschaffen konnten. Ein mediterraner Garten ist ohne solche Wasserstellen nicht vollkommen. Bei der Anlage stehen dem Gartenbesitzer vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Dabei hängt die Auswahl unter anderem natürlich davon ab, wie viel Raum im Garten zur Verfügung steht. Während eine kleine Wassersäule oder ein gemauerter Brunnen nicht viel Platz benötigen, muss für einen Schwimmteich ein größerer Bereich eingeplant werden. Für die Frage, an welchem Platz die Wasserstelle oder der Schwimmteich angelegt werden, ist der Zugang zu einer Wasserquelle entscheidend. Je weiter entfernt die Quelle ist, desto umfangreicher sind die Bauarbeiten, weil sie ein Rohrleitungssystem unter der Erde erfordern, mit dem das Wasser an Ort und Stelle gelangt. Für manche Vorhaben wird auch Strom benötigt. Auch diese Leitungen müssen für das Auge unsichtbar verlegt werden.

Brunnen und Wassersäulen

Brunnen mit WasserspeierBesonders dekorativ wirken Brunnen und andere Wasserspiele auf der Terrasse oder in einer Sitzecke des Gartens. Ein gemauerter Brunnen aus Natursteinen in terrakottafarbenen Tönen, aus dem das Wasser langsam herausströmt, bietet gerade im Hochsommer eine stetige leichte Luftkühlung. Das leichte Rauschen des Wassers wirkt beruhigend und gleichzeitig erfrischend. Schöne Akzente setzt ein solcher Brunnen, wenn er mit einem Schwengel ausgestattet ist, mit dem das Wasser in ein darunter befindliches Becken gepumpt werden kann. Wasser für das Gießen der Kübelpflanzen lässt sich hier leicht entnehmen, und auch für die Gartenvögel steht so immer ein Vogelbad bereit. Wassersäulen, die inmitten eines kleinen Teiches angebracht sind, können durch verschieden hohe Fontänen einen sehr schönen Anblick bieten. Umsäumt von kleinen Zitrus- oder Olivenbäumchen und duftendem Lavendel entsteht so eine Oase inmitten des eigenen Gartens.

 

Ein eigener Schwimmteich im mediterranen Garten

Wer die Mühe nicht scheut, kann sich auch an die Anlage eines eigenen Schwimmteichs wagen. Diese Teiche sind in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen. Im Vergleich zu einem Swimmingpool ist ein Schwimmteich eine naturnahe Alternative, die, wenn sie erst einmal angelegt ist, nur noch wenig Arbeit macht. Optisch passt sich der Schwimteich perfekt in das Szenario des mediterranen Garten ein. Schöne Beispiele für Schwimmteiche gibt es unter hoppe-galabau.de/leistungen/schwimteich. Chemische Wasserreinigungsmittel sind bei einem Schwimmteich kaum nötig, so eignet sich das Wasser auch für Menschen, die sensibel auf Chlor reagieren. Die Reinigung des Wassers erfolgt auf natürliche Weise durch ausgewählte Pflanzen. Auf eine gute Fachberatung im Gartenhandel vorab sollte nicht verzichtet werden. Je besser die Anlage geplant wird, desto weniger Arbeit und Probleme wird der Schwimmteich später verursachen.

Eine gute Planung erspart Ärger

Bei der Planung muss ein genügend großer Platz für den Schwimmteich ausgewählt werden. Je größer der Teich ist, desto leichter lässt er sich pflegen und desto größer ist die Fläche, die zum Baden und Schwimmen genutzt werden kann. Ob eine runde oder eckige Form gewählt wird, ist eine Frage des Geschmacks, allerdings hat der klassische Teich im mediterranen Garten eine rechteckige Form. Wie groß und tief der Schwimmteich werden soll, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Das Erdreich wird ausgehoben und mit Teichfolien und Wurzelfolien ausgelegt, ähnlich wie bei einem ganz normalen Gartenteich. Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, wird das Wasser eingelassen und eine große Zone am Rand mit Wasserpflanzen gestaltet. Die Pflanzen wirken nicht nur dekorativ, sondern sie sorgen für die Reinigung des Teiches und für den richtigen Sauerstoffgehalt des Wassers.

Pflege nicht vernachlässigen

Eine regelmäßige Pflege ist notwendig. Wild wachsende Pflanzen müssen ausgelichtet werden, damit sie den Teich nicht zuwuchern. Wer auf Seerosen nicht verzichten möchte, sollte unbedingt Pflanzkörbe verwenden, damit sich die dekorativen Pflanzen nicht über den ganzen Schwimmteich ausbreiten können. Gerade wenn der Teich auch von Kindern zum Planschen genutzt wird, sollte die Wasserqualität von Zeit zu Zeit überprüft werden. Das gilt vor allem, wenn sich Algen stark vermehren.

Rund um den Schwimmteich

Holz wird im mediterranen Garten so gut wie gar nicht verwendet. Wird eine Umrandung des Teichs gewünscht, bieten sich Natursteinmauern in Ocker oder Terrakotta an. Ein Sitzplatz mit kleinen Steinbänken oder Sitzgarnituren aus Eisen neben dem Schwimmteich darf auf keinen Fall vergessen werden. Ausgestattet mit Terracottakübeln, in denen Zitronen, Oleander oder Oliven wachsen, Lavendelbeeten und antiken Steinstatuen werden dekorative Akzente gesetzt. Mit einer solchen Ausstattung steht dem Gartenvergnügen nichts mehr Wege. Warme Farben, aromatische Düfte der Pflanzen und eine Abkühlung im Schwimmteich machen den mediterranen Garten zu einem idealen Aufenthaltsort an warmen Sommertagen.

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Südländische Terrassengestaltung leicht gemacht

Terrasse südlich gestaltenAuch bei einem kleinen Garten müssen Gartenbesitzer nicht auf das besondere Flair einer mediterranen Gartengestaltung verzichten. Die warmen Farben und die würzigen Düfte, die das Besondere eines südlichen Gartens sind, lassen sich ebenso auf die Terrasse am Haus holen. Natursteine und Eisen in Kombination mit Zitruspflanzen, Blütensträuchern und Lavendeltöpfen sind die Grundlagen für eine Terrasse im Stil der Toscana.

Warme Farbtöne und gedrechselte Eisenmöbel

In einem mediterranen Garten ist nur wenig Holz zu finden. Holz, das sich für Möbel oder Böden eignet, ist im Mittelmeerraum nur wenig vorhanden, sodass die Menschen seit jeher Steine und gedrechseltes Eisen für die Gestaltung ihrer Gärten und Terrassen nutzten. Die warmen Ocker- und Terrakottatöne harmonieren wunderbar mit der Farbe alter Eisenstäbe und vermitteln ein Gefühl von Leichtigkeit und Beschwingtheit, wie es für den südlichen Lebensstil so typisch ist.

Natursteine für Boden und Einfassung

Bei der Gestaltung einer Terrasse im Toscana-Stil wird zunächst ein glatter Untergrund benötigt, der mit flachen Natursteinen ausgelegt wird. Unregelmäßigkeiten in der Form sind dabei durchaus beabsichtigt. Liegt die Terrasse etwas höher als der Rest des Gartens, ist eine Einfassung mit einer Natursteinmauer oder die Anpflanzung einer Buchsbaumhecke besonders gut geeignet. Die Treppenstufen werden aus den gleichen Steinen wie der Terrassenboden gestaltet. Klobige Terrassenmöbel haben auf einer mediterranen Terrasse nichts verloren. Filigrane Sitzgruppen aus gedrechseltem Eisen und kleine runde Tische werden traditionell auf toscanischen Terrassen verwendet. Sehr dekorativ wirken kleine Steinbänkchen am Rand, die gern ein wenig verwittert aussehen dürfen, um die richtige Atmosphäre zu schaffen.

Pflanzen für Farbe und Duft

Auf eine Terrasse im Stil der Toscana gehören Pflanzen in allen Größen und Farben. Da südliche Pflanzen nicht winterhart sind und deshalb in nördlichen Regionen in einem frostfreien Raum überwintert werden müssen, werden sie in Pflanzgefäßen aus Terrakotta gezogen. Im Winter lassen sie sich so ohne Probleme umsiedeln. Bei der Auswahl der Pflanzen ist nicht nur das Aussehen bestimmend, auch die Düfte spielen eine große Rolle. Eine mediterrane Terrasse wirkt nicht nur durch ihre schönen Farben, auch die würzigen Düfte tragen zur Atmosphäre bei. Duftpflanzen wie Heliotrop, Oleander oder Lavendel lassen sich sehr gut in Kübeln ziehen. Zitronenbäume und vor allem Olivenbäume setzten dekorative Akzente, vor allem, wenn sie auch noch kleine Früchte tragen. Für den würzigen Duft sorgen Kräuter, die nicht nur schön aussehen, sondern auch ganz praktisch zum Würzen in der Küche verwendet werden können. Rosmarin, Thymian, Estragon oder Salbei lassen sich als Hochstämmer im Gartenhandel erwerben.

Dekorative Elemente

Weinranken, die als Pergola an der Terrasse gezogen werden, sorgen im Sommer für kühlenden Schatten. Liegt die Terrasse direkt zum Süden hin, lassen sich im Herbst sogar Trauben ernten. Ganz besondere Hingucker sind alte Weinstöcke, die in einem Kübel an der Terrassenwand stehen. Die knorrigen Pflanzen können von alten Weinbergen bezogen werden und vermitteln ein wildromantisches Flair. Weitere dekorative Elemente sollten auf einer Terrasse im mediterranen Stil nicht fehlen. Alte Amphoren aus Terrakotta, antike Steinfiguren von Göttern und Helden oder Tierfiguren bilden die traditionellen Höhepunkte der Terrasse.

Sonnenschutz und Wasserspiele

Als Sonnenschutz dienen neben Weinranken leichte Sonnensegel. Wird ein normaler Sonnenschirm verwendet, so sollte auf helle Farbtöne geachtet werden. Bunte knallige Farben sind in mediterranen Gärten lediglich bei blühenden Pflanzen wie Lavendel oder Oleander erwünscht. Um für eine Abkühlung bei heißen Temperaturen zu sorgen, kann die Installation eines kleinen Brunnens oder Wasserspiels eingeplant werden. Mit einer Umrandung aus Natursteinen lassen sich so sehr schöne Akzente setzen. Auch ein im Stil der Renaissance gestalteter Wandbrunnen mit einem Wasserspeier wirkt sehr dekorativ und erzeugt das beruhigende Geräusch von leicht dahin plätscherndem Wasser. Auf einer Terrasse, die im Toscana-Stil gestaltet wird, lassen sich Urlaubsträume im eigenen Garten wunderbar verwirklichen.

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Die mediterrane Gartengestaltung – was versteht man darunter

Erlaubt ist, was man vom Mittelmeer kennt.

Erlaubt ist, was man vom Mittelmeer kennt.

Urlaubsträume, welche die Erinnerungen an Sonne, Meer und Düfte wecken, lassen sich auch im eigenen Garten verwirklichen. Durch eine mediterrane Gartengestaltung kann sich jeder Gartenbesitzer das Flair südlicher Urlaubsregionen in das kleine Stückchen Erde am Haus holen. Ein Garten im mediterranen Stil besticht durch seine Leichtigkeit, die pastellfarbenen Töne in Ocker und Terracotta und die Düfte nach Oliven und Zitrusfrüchten.

Stein und Eisen als Grundelemente

Eine mediterrane Gartengestaltung lässt sich ohne allzu großen Aufwand durchführen. Dabei werden in erster Linie Materialien verwendet, die im Mittelmeerraum Tradition haben. Holz wird dort wenig genutzt, weil die Bestände klein sind. Stattdessen werden Steine und geschmiedetes Eisen für Gartenmöbel und Rankhilfen eingesetzt. Holz wirkt nur dann mediterran, wenn es leicht und filigran wirkt. Durch eine Bepflanzung mit mediterranen Sträuchern und Blumen lassen sich farbliche Akzente setzen und die für die südliche Region typischen Düfte erzeugen.

Terrasse mit südlichem Flair

Wer nur wenig Platz im Garten hat, kann seine Ideen für eine mediterrane Gartengestaltung mit einer Terrasse im Stil eines Patio, eines südlichen Innenhofes, umsetzen. Dabei wird ein Fundament aus terracottafarbenen Steinen gelegt. Mit steinernen Kübeln, in denen Olivenbäume, Zitronenbäume oder Lavendelbüsche angepflanzt werden, lassen sich die Ecken und Plätze dekorativ gestalten. Da die Kübelpflanzen keine Kälte vertragen, muss für den Winter eine Unterbringungsmöglichkeit vorhanden sein. Die Gartenmöbel sind vorzugsweise aus Eisen gestaltet. Sie dürfen für eine mediterrane Gartengestaltung nicht klobig wirken, sondern sollen einen leichten und beschwingten Eindruck vermitteln. Große Krüge aus Stein oder antike wirkende Vasen sorgen für die mediterrane Dekoration.

Würzige Kräuter und pastellfarbene Blumen

Der mediterrane Garten wird durch gerade Wege unterteilt, die durch verspielte Elemente wie Rundungen und Plätze unterbrochen werden. Neben den für das Mittelmeer typischen Pflanzen sorgen Steinkrüge und Statuen für das südländische Ambiente. Beete, in denen neben dem wunderbar duftenden Lavendel viele Kräuter des Südens angepflanzt werden, schaffen ein aromatisches Klima. Doch Vorsicht ist geboten, viele dieser Pflanzen vertragen die Kälte, die in nördlichen Breiten auftritt, nicht. Sie müssen entweder an einem frostfreien Ort überwintert oder jedes Jahr neu angepflanzt werden. Einige winterharte Lavendelsorten sind mittlerweile im Handel erhältlich und sollten bevorzugt angepflanzt werden.

Steinmauern als Begrenzung

Holzzäune oder Sichtschutzwände sind für eine mediterrane Gartengestaltung nicht geeignet. Am Mittelmeer werden Steine traditionell auch für Mauern verwendet. Sie werden so aufgeschichtet, dass sie sicheren Halt haben aber dennoch das Gefühl von Leichtigkeit vermitteln. Eine Bepflanzung mit Polsterstauden und für Steinmauern geeignete Blühpflanzen sorgen am Rande des Gartens für südländisches Flair. Sogar einige Kakteensorten lassen sich wunderbar integrieren. Nicht winterharte Pflanzen müssen vor Frost geschützt und an einem warmen Ort überwintert werden.

Dekoration für eine mediterrane Gartengestaltung

Natürlich gehört auch eine passende Dekoration in einen Garten im mediterranen Stil. Sie wird sparsam eingesetzt, sodass sie das Gesamtbild nicht stört. Steinerne Gartenfiguren im griechischen Stil sind besonders gut geeignet. Aber auch Amphoren aus Stein oder zart gedrechselte Eisenfiguren schaffen das gewünschte Flair. Je nach Größe des Gartens setzen verschiedene Sitzmöglichkeiten an besonders schönen Stellen mediterrane Akzente. Mit kleinen Steinbänken oder Sitzgruppen aus filigranem Eisen lässt sich die mediterrane Gartengestaltung abrunden.

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